Musik

Die niederländische Musikindustrie ist mit ihrer Dance Music das Paradebeispiel schlechthin für den Export von niederländischen Produkten.

Als der niederländische Premierminister Jan Peter Balkenende 2006 den Begriff VOC-Mentalität aufbrachte, bezog er sich dabei auf den Eifer der Vereinigten Ostindischen Kompanie (VOC), dem ersten transnationalen Unternehmen der Welt, gegründet 1602. Mit etwas mehr VOC-Mentalität werde sich das mit dem niederländischen Export schon richten lassen. Der ehemalige Premier hätte ebenso gut auf die weltweite Marktführung der niederländischen Dance Music verweisen können, der jüngsten und erfolgreichsten Variante in der niederländischen Musikindustrie. Auf Platz 1 der jährlichen Top 100 des DJ Magazine standen bereits die niederländischen DJs Tiësto, Armin van Buuren und Hardwell. Weitere niederländische Stars in dieser Liste sind: Afrojack, Fedde Le Grand, Martin Garrix.

Niederländer an der Spitze der Popmusik sind in der Geschichte des Pop keine Ausnahme. Shocking Blue, George Baker Selection und Golden Earring sind Beispiele für Bands, die über die Grenzen des Landes hinaus, sogar in den USA Nummer-eins-Hits produziert und Millionen Platten verkauft haben. Aktuell feiern die Gothic-Rockband Within Temptation und die Sängerin Caro Emerald internationale Erfolge.

Auf dem Gebiet der klassischen Musik ist unser nationaler Stolz selbstredend das Concertgebouw-Orchester; und natürlich André Rieu und sein Orchester mit ihren Strauss-Interpretationen. Auch kann sich unser Land einiger berühmter Komponisten rühmen wie Louis Andriessen und Theo Loevendie. Die Opernsängerin Tania Kross hat bereits seit Jahren die Nachfolge der verstorbenen Cristina Deutekom angetreten, und in Bezug auf Jazz können Hans Dulfer und seine Tochter Candy nicht unerwähnt bleiben.

Der Wert, den der niederländische Musikexport der niederländischen Wirtschaft zuführt, betrug 2011 Schätzungen zufolge 100,14 Millionen Euro. Gut 68 Prozent davon gehen auf das Konto der Dance Music. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die 2011 zum Exportwert der niederländischen Populärmusik durchgeführt wurde. 2009 betrug der Gesamtexportwert noch 64,9 Millionen Euro. Die größte Einkommensquelle (17 %) ist und bleibt unser größtes Nachbarland Deutschland. Live-Auftritte sind das Untersegment mit dem stärksten Wachstum.

Seit 2013 verzeichnen die Einkünfte aus Streaming in Form von Abonnements und Anzeigen einen stark Anstieg um 113,5 Prozent, von 17,8 Millionen im Jahr 2012 auf 38 Millionen im Jahr 2013. Einkünfte aus Downloads zeigen einen Rückgang um 5,5 Prozent. So wurden insbesondere weniger Single-Tracks heruntergeladen. Der Umsatz aus dem physischen Markt nahm 2013 ab, der Umsatz durch Vinylplatten jedoch stieg von 7 auf 8 Millionen.

Allem voran der Durchbruch der Dance Music in den Vereinigten Staaten hat zu diesem enormen Anstieg geführt. ID&T, das große Veranstaltungsunternehmen von Manager Duncan Stutterheim ersinnt in den USA mit großem Erfolg internationale Variationen eigener Konzepte wie etwa Sensation in Mysteryland. Ein anderer großer Name im Bereich Dance Music ist Armada, das Label von Armin van Buuren. Erwartungen zufolge wird der Export von Dance Music in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen.

Die besten Chancen für einen einträglichen und flotten Start einer internationalen Karriere eröffnet nach wie vor die Teilnahme an (internationalen) Musikmessen. Eine aktuelle Übersicht findet sich unten auf dieser Seite.

Was ist los?

18-22 October 2017 Event
Amsterdam Dance Event
Amsterdam, NL musik

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Nachrichten

Martin Garrix bester DJ der Welt

20/10/2016/JM

Laut DJ Mag Top 100 ist Martin Garrix der populärste DJ der Welt. Der zwanzigjährige Niederländer ist der jüngste DJ, der den Preis jemals bekommen hat. 

 

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